Berichte  Pressemitteilung Nr. 03/2011

Halle (Saale), 25.02.2011


Feinstaub trübt den Sonnenschein

Das sonnige aber zugleich sehr kalte Winterwetter hat die Belastung der Luft durch Feinstaub landesweit stark in die Höhe getrieben. Wie der Präsident des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Klaus Rehda, mitteilte, wurde seit Dienstag in allen Teilen des Landes ein Anstieg der Feinstaubkonzentrationen registriert. So wurde der europaweit geltende Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub-Partikel pro Kubikmeter Luft am Freitag (25.02.) an nahezu allen Messstationen des Luftmessnetzes Sachsen-Anhalt bereits den vierten Tag in Folge überschritten. Ausnahmen gab es nur an Messstationen im ländlichen Raum, so z.B. im Harz. In den Ballungsräumen Magdeburg und Halle sowie in der Region Dessau-Wittenberg wurden dagegen Partikel-Tagesmittelwerte zwischen 53 und 94 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen.

Ursache für die aktuelle Belastungssituation ist ein vergleichsweise hoher Schadstoffgrundsockel. Die hohe Grundbelastung resultiert aus der Wetterlage mit niedrigen Temperaturen in Verbindung mit eingeschränkten Austausch-bedingungen (zeitweilige Temperaturinversion) und einem zusätzlichen Beitrag lokaler Quellen wie beispielsweise Kfz-Verkehr und Gebäudeheizung mit Festbrennstoffen.

Bei der vorhergesagten, zunächst gleichbleibenden Wetterlage ist auch Samstag (26.02.) mit einer erhöhten Belastung und weiteren Überschreitungen des Tagesgrenzwertes zu rechnen. Dann wäre der zulässige Tagesmittelwert an einigen Messstationen den 5. Tag in Folge überschritten.

Bis Freitag wurden in diesem Jahr in Halle bereits 15, in Magdeburg 12 und in Wittenberg 11 Überschreitungen registriert. Gemäß EU-Recht sind max. 35 Überschreitungen pro Kalenderjahr zulässig.

Mit einem Rückgang der Feinstaubbelastung wird erst in der Nacht zum Sonntag mit dem angekündigten Wetterwechsel gerechnet.



Aktuelle Informationen zur Luftqualität in Sachsen-Anhalt:

- www.lau-st.de
- mdr Videotext Tafeln 524 -526